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Pressekonferenz Mercadona 2018

Mercadona steigert Investitionen um 50 % auf 1,504 Mrd. Euro und erzielt 24,305 Mrd. Euro Umsatz (+6 %)

12. märz 2019

Vor zwei Jahren wurde der Start in einen disruptiven Wandel beschlossen. Das Ziel ist, das Unternehmen fit zu machen, damit die die „Chefs“ Mercadona weiterhin als erste Wahl ansehen.

  • Ende 2018 beschäftigte das Unternehmen mehr als 85.500 Personen, davon 300 in Portugal, nach Schaffung von 1.800 neuen stabilen und hochwertigen Arbeitsplätzen. Bei der Umsetzung des verantwortungsvollen und nachhaltigen Geschäftsmodells wurden weitere Fortschritte erzielt. Die Arbeitsqualität wurde gesteigert und in Umweltschutz und Tierwohl investiert.
  • Auf vergleichbarer Fläche stieg der Umsatz um 6 %, bei durchschnittlich 50 mehr Bons pro Filiale und Tag. Seit Beginn des Wandels im Jahr 2017 macht das eine Steigerung pro Filiale und Tag von 125 Bons aus.
  • Durch den im Mai 2018 gestarteten Test mit „Colmena“ (Online-Lager) in 97 Gemeinden der Provinz Valencia konnte die Anzahl der Kunden verdoppelt und ein Umsatz von monatlich 2,2 Mio. Euro erreicht werden.
  • Mercadona hält sich an seinen Grundsatz, dass „geteiltes Wachstum besser schmeckt“. In diesem Sinne wurde der im Geschäftsjahr erzielte Gesamtüberschuss folgendermaßen verteilt: 295 Mio. Euro, davon 2 Mio. aus Portugal, an die Gesellschaft im Allgemeinen durch Steuern. Die effektive Steuerquote beläuft sich in der Körperschaftsteuer auf 22 %. 325 Mio. Euro in Form von Zielerfüllungsprämien an das Personal. Aus dem Reingewinn in Höhe von 593 Mio. Euro (ein Plus von 84 % gegenüber dem Vorjahr) wurden 470 Mio. Euro als Eigenmittel wieder im Unternehmen investiert. Der Rest wurde als Dividende an die Aktionäre ausgeschüttet.

2018 hat die Supermarktkette Mercadona mit ortsfesten Filialen und Online-Geschäft die Investitionen (aus den Eigenmitteln) um 50 % auf 1,504 Mrd. Euro gesteigert. Dieser Investitionsaufwand passt in die vor zwei Jahren gefasste Entscheidung, im Rahmen des Mercadona-Modells alles Notwendige für den Umbau der Kette zu unternehmen. Er war die Basis für eine Umsatzsteigerung um 6 % auf 24,305 Mrd. Euro auf vergleichbarer Fläche. Außerdem stieg seit dem Start dieses Wandelprojekts im Jahr 2017 die Anzahl der Bons pro Filiale und Tag auf durchschnittlich 125 Bons. Diese Daten zeigen, dass der Prozess des Wandels, in den alle Menschen eingebunden sind, die das Projekt Mercadona bilden, als Anstoß dient.

Mercadona hat das Jahr 2018 mit 1.636 Filialen beendet. Es wurden 29 neue Supermärkte eröffnet und 20 geschlossen, die nicht den Standards an Fläche und Komfort der Kette entsprachen. Unter den Neueröffnungen sind insbesondere die in Ceuta, La Palma und Melilla zu nennen. Mit ihnen konnte das Unternehmen seine Präsenz in ganz Spanien vervollständigen. Darüber hinaus hat Mercadona in seinem Prozess des ständigen Wandels mit dem Ziel, die beste Option für die „Chefs“ zu sein, das Netz seiner Supermärkte weiter umgebaut und das Jahr mit 400 Supermärkten geschlossen, die das neue Konzept der effizienten Filiale (Laden 8) erfüllen. Dazu wurden 215 Filialen umgebaut.

Hinzu kommt der Start des neuen Bereichs „Fertiggerichte“ im August vergangenen Jahres im Supermarkt von Burjassot (Valencia). Schrittweise kamen weitere hinzu, bis am Jahresende insgesamt 11 Supermärkte in der Provinz Valencia mit diesem neuen Bereich ausgestattet waren. Die ausgezeichnete Akzeptanz dieser Initiative durch die Kunden führt dazu, dass für 2019 die Einführung in 250 weiteren Supermärkten der Kette geplant ist.

Ein Unternehmen mit ortsfesten Supermärkten und Online-Verkauf

Im Mai 2018 hat Mercadona seine erste „Colmena“ genannte Online-Filiale eröffnet. Hier werden Kommissionierung und Verteilung der Online-Bestellungen für 97 Orte in der Provinz Valencia zentralisiert. Nach nahezu 8 Monaten als „Versuchslabor“, während derer das Unternehmen Fortschritte bei der Verbesserung des Online-Einkaufs erzielt und im Hinblick auf die Rentabilität erreicht hat, verdoppelten sich die Bestellungen über diesen Vertriebskanal im genannten Gebiet im Vergleich zu den Kennzahlen der früheren „Telecompra“. Der Umsatz belief sich auf 2,2 Mio. Euro pro Monat. Diese Kennzahl beweist, dass die Entscheidung des Unternehmens richtig war, den Online-Service in Barcelona Mitte des Jahres zu starten.

Totaler-Lieferant. Die Weiterentwicklung eines Erfolgsmodells

Mercadona hatte beschlossen, 2018 alle seine Stärken zu nutzen, um die Konzepte des Zwischenlieferanten und des Speziallieferanten sowie den festgelegten Beziehungsrahmen weiter zu entwickeln. In diesem Zusammenhang hat das Unternehmen das Konzept des Totaler-Lieferanten gestartet, dem bereits 1.400 Lieferanten angehören, und zwar sowohl Zwischenlieferanten als auch Speziallieferanten. Es handelt sich um ein offenes Projekt, in dem die Größe des Herstellers keine Rolle spielt, jedoch seine Spezialisierung und Wendigkeit den Ausschlag gibt, um den „Chefs“ differenzierte Produkte in ausgezeichneter Qualität zu bieten, was zu einer gemeinsamen, geteilten Verantwortung führt.

Neuer sozialerer und paritätischer Tarifvertrag und Gleichstellungsplan

2018 hat Mercadona 1.800 neue stabile und hochwertige Arbeitsplätze geschaffen. Bis zum Jahresende stieg die Belegschaft auf über 85.800 Menschen, darunter 300 in Portugal. Während dieser zwölf Monate hat das Unternehmen erhebliche Ressourcen in die Verbesserung der Fähigkeiten und des Wissens seines Personals gesteckt. Die Investitionen in Aus- und Weiterbildung überstiegen die Summe von 70 Mio. Euro. Parallel dazu hat das Unternehmen nach wie vor auf interne Beförderungen gesetzt. Insgesamt wurden 860 Personen in Stellen mit mehr Verantwortung befördert. Auch das Thema Gleichstellung war weiterhin wichtig, wie der Umstand beweist, dass bis Ende 2018 die Belegschaft mehrheitlich aus Frauen bestand und dass diese 47 % der Führungspositionen besetzen.

In dieser auf Qualität des Personals setzenden Strategie hat das Unternehmen gegen Ende des Jahres 2018 den neuen Haustarifvertrag und den Gleichstellungsplan 2019-2023 mit den Mehrheitsgewerkschaften geschlossen und somit die Vereinbarkeit und Stabilität der Arbeitsverhältnisse gestärkt. Der neue, sozialere Rahmen bietet mehr Gleichberechtigung und stärkt den Einsatz von Mercadona für stabile und hochwertige Beschäftigungsverhältnisse. Außerdem bekräftigt er das Engagement im Sinne einer Steigerung der Kaufkraft der Mitarbeitenden mit einem Mindestgrundgehalt von 1.328 Euro brutto pro Monat. Hinzu kommen neben den zielerfüllungsabhängigen Prämien die Zusatzleistungen gemäß den Vergütungsgrundsätzen des Unternehmens. Sie sehen 11 % Steigerungen im Jahresvergleich bis Stufe 5 vor, die nach vier Jahren Betriebszugehörigkeit erreicht wird, sowie eine schrittweise an die Entwicklung des VPI und die Produktivität gekoppelte Anhebung des Grundgehalts.  

Gesellschaftliche Verantwortung und Einsatz des Unternehmens für seine Umwelt und sein Personal

Ein weiteres Jahr hat Mercadona seinen Grundsatz bekräftigt, dass „ein geteilter gemeinsamer Erfolg besser schmeckt“. Von dem erzielten Gesamtüberschuss wurden 25 % an das Personal in Höhe von 325 Mio. Euro für zielerfüllungsabhängige Prämien verteilt. Weitere 25 % des Gewinns, nämlich 295 Mio. Euro, wurden in das Unternehmen investiert, davon 2 Mio. Euro für Portugal, sowie für Steuern. Der effektive Satz der Körperschaftsteuer beträgt 22 %. 40 %, rund 470 Mio. Euro wurden als Eigenmittel in das Unternehmen reinvestiert und die restlichen 10 % wurden als Dividende an die Aktionäre ausgeschüttet.

Zusätzlich zu diesem geteilten gemeinsamen Wachstum ist noch der Einsatz des Unternehmens für die Weiterentwicklung seines Konzepts des verantwortungsvollen und nachhaltigen Wirtschaftens zu nennen. Ziele sind die Steigerung der Arbeitsqualität und Investitionen in Umweltschutz und Tierwohl. In diesem Sinne fördert das Unternehmen durch seine Geschäftstätigkeit verantwortungsvolle Initiativen, beispielsweise die Ersetzung von Plastiktüten durch Mehrwegtüten aus Papier und Recyclingmaterial. So erhalten die Kunststoffverpackungen in den Läden ein zweites Leben. Die Selbstverpflichtung, bereits vor 2023 nur noch Eier von freilaufenden Hennen zu verkaufen sowie der Einsatz für einen nachhaltigen Verkehr durch die Ausstattung von 54 Lkw mit Erdgasantrieb sind weitere Initiativen.

Das Ergebnis dieses Einsatzes für ein gemeinsames, geteiltes Wachstum schlägt sich im Gesamtbeitrag Mercadonas an der Wertschöpfung in Spanien laut der aktualisierten Studie des Valencianischen Instituts für Wirtschaftsforschung (IVIE) nieder: Mercadona stellt 3,4 % aller Arbeitsplätze in Spanien (630.000 Stellen), erbringt 1,9 % des Bruttoinlandprodukts (BIP) (22,9 Milliarden Euro) und die Einkäufe im Inland belaufen sich auf 18,64 Milliarden Euro, was 85 % des gesamten Einkaufvolumens des Unternehmen entspricht.

Internationalisierung: ein Meilenstein für Mercadona

Nach Bekanntgabe des Starts des Prozesses zur Internationalisierung im Jahr 2016 in Portugal hat das Unternehmen im Berichtsjahr weiter an der Umsetzung dieses Projekts gearbeitet. Es realisiert sich im Laufe des zweiten Halbjahrs 2019 mit der Eröffnung der ersten Filialen in den Bezirken Braga, Porto und Aveiro. Dafür besteht bereits eine Belegschaft von 300 Personen in Portugal und 2018 wurden nahezu 60 Mio. Euro investiert. Zusammen mit dem Bau der Ladenlokale werden sie die Eröffnung eines Logistikzentrums in Póvoa de Varzim ermöglichen. Im Berichtszeitraum hat das Unternehmen außerdem sein Sortiment weiter definiert, um es an die Vorlieben und Gewohnheiten der portugiesischen „Chefs“ anzupassen. Dazu fanden mehr als 2.000 Veranstaltungen zur Ko-Innovation im Ko-Innovationszentrum in Matosinhos (Großraum Porto) statt.

Neuer Rekord bei Investitionen mit 2,3 Milliarden Euro im Jahr 2018

Im Rahmen des umgesetzten Engagements der Aktionäre der Gesellschaft, innerhalb des Konzepts alles zu unternehmen, um den Wandel Mercadonas umzusetzen, plant das Unternehmen für 2019 Neuinvestitionen in der historischen Rekordhöhe von 2,3 Milliarden Euro. Dieser Aufwand hat als Ziel die Eröffnung von 49 neuen Supermärkten, davon 10 in Portugal, den Umbau von 390 Supermärkten im Sinne des Konzepts „Effiziente Filiale“ („Laden 8“). Außerdem wird in die Weiterentwicklung des Projekts „Globale Frischwaren“ sowie in die Einführung des neuen Bereichs „Fertigprodukte“ investiert, der im Laufe des Jahres in weiteren 250 Supermärkten eingeführt werden soll.

Ein weiteres wichtiges Ziel im Jahr 2019 ist für Mercadona die Eliminierung von Überanstrengungen und die Optimierung des Logistiknetzes. Diese letztgenannte Herausforderung wird mithilfe der Automatisierung der Logistikzentren gemeistert. Außerdem wird das Unternehmen weiterhin erhebliche Mittel in den digitalen Wandel stecken, ein weiterer Wachstumsfaktor, und in die Eröffnung zweier neuer Lager für Online („Colmenas“, was „Bienenstock“ bedeutet.

Juan Roig, Präsident des Verwaltungsrats von Mercadona, hat erklärt, dass „2018 ein Jahr mit vielen Initiativen zum Wandel des Unternehmens war. Die Ergebnisse dieses Projekts des disruptiven Umbaus, das wir vor zwei Jahren begonnen haben, wären nicht möglich gewesen ohne den Einsatz der 85.800 Menschen, die bei Mercadona daran arbeiten, jeden Tag mit ihrer routinemäßigen Tätigkeit den „Chef“, nämlich unsere Kunden, zu begeistern“. Für Juan Roig „haben wir alle in Mercadona uns für 2019 einer klaren Herausforderung gestellt: Erreichen eines nachhaltigen Wachstums auf der Grundlage von Effizienz, Differenzierung, Nachhaltigkeit und Innovation, mit der notwendigen Entschlusskraft und Demut, um Fehler zu beheben, die wir auf dem Weg zum Ziel begehen werden, und um an einem Projekt weiterzubauen, das die Menschen wollen, dass es existiert und dass es auf gemeinsam geteiltes Wachstum setzt. Denn, wie ich in dem Buch „Conscious Capitalism“ lesen konnte: „So wie wir als Menschen nicht nur leben, um zu essen, so wenig existieren wir als Unternehmen nur, um Gewinne zu erzielen. Allerdings können die Menschen nicht leben, ohne zu essen, und die Unternehmen können nicht ohne Gewinn zu erzielen bestehen“.

Mercadona: Einige Highlights 2018

Juan Roig in der Abteilung „Fertiggerichte“ nach der Bilanz-Pressekonferenz 2018Juan Roig in der Abteilung „Fertiggerichte“ nach der Bilanz-Pressekonferenz 2018.

 

Header-Bild: Juan Roig und Vorstandsmitglieder in der Abteilung „Fertiggerichte“ nach der Bilanzpressekonferenz 2018.