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Mercadona und die Gewerkschaften schließen neuen Tarifvertrag

Mercadona und die Gewerkschaften schließen neuen sozialeren Haustarifvertrag im Sinne von mehr Gleichstellung

11. dezember 2018
  • Mercadona garantiert ein Mindestgrundgehalt von 1.300 Euro brutto pro Monat. Hinzu kommen u.a. die Zusatzleistungen laut den Vergütungsgrundsätzen des Unternehmens mit 11 % Steigerungen pro Jahr bis Stufe 5.
  • Haustarifvertrag und Gleichstellungsplan treten am 1. Januar 2019 in Kraft. Sie gelten für fünf Jahre bis 2023.
  • Der Tarifvertrag garantiert höhere Kaufkraft mit schrittweisen inflationsgebundenen Erhöhungen des Mindestgehalts und führt Verbesserungen bei den Nacht- und Kältezuschlägen ein.
  • Er fördert die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und sieht die Einrichtung einer paritätisch besetzten Beobachtungsstelle vor. Das Unternehmen gewinnt mehr Flexibilität und Effizienz für die Einführung neuer Angebote zu diesen Themen.

Mercadona hat mit den Vertretern der beiden Gewerkschaften Unión General de Trabajadores (UGT) und Comisiones Obreras (CCOO) den neuen Haustarifvertrag und den Gleichstellungsplan geschlossen. Beide treten am 1. Januar 2019 in Kraft und haben eine Laufzeit von 5 Jahren.

Der neue, sozialere Rahmen bietet mehr Gleichberechtigung und stärkt den Einsatz von Mercadona für stabile und hochwertige Beschäftigungsverhältnisse. Außerdem bekräftigt er das Engagement im Sinne einer Steigerung der Kaufkraft der Mitarbeitenden mit einem Mindestgrundgehalt von 1.300 Euro brutto pro Monat. Hinzu kommen die Zusatzleistungen gemäß den Vergütungsgrundsätzen des Unternehmens. Sie sehen 11 % Steigerungen im Jahresvergleich bis Stufe 5 vor, sowie  schrittweise Erhöhungen des Grundgehalts, die an die Entwicklung der Verbraucherpreise gekoppelt sind. Darüber hinaus werden die Nacht- und Kälte-Zuschläge verbessert.

Starkes soziales Engagement: bessere Work-Life-Balance und stabilere Arbeitsplätze

Im Sinne des Anspruchs von Mercadona, eine Vorreiter- und Pionierrolle in sozialen Aspekten einzunehmen, führt der neue Haustarifvertrag wichtige soziale Maßnahmen ein und bekräftigt den Einsatz von Mercadona im Hinblick auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die neuen Maßnahmen sind unter anderem die Verlängerung des Vaterschaftsurlaubs auf 7 Wochen statt der derzeit gesetzlich vorgesehenen 5 Wochen sowie die Fortzahlung des vollen Gehalts bei vorübergehender Arbeitsunfähigkeit bis zu 18 Monaten. Ferner führt der Tarifvertrag die verlängerte Freistellung für die Pflege von Kindern bis zum 12. Lebensjahr ein. Wer sich unmittelbar um ein 12jähriges Kind kümmert und in Teilzeit arbeitet, kann nach Erreichen des gesetzlich vorgeschriebenen Höchstalters in die Teilzeit wechseln, bis das Kind 15 Jahre alt ist. Anschließend ist auf Wunsch die Rückkehr in Vollzeit möglich. Außerdem bietet der Tarifvertrag die Möglichkeit, sich im Fall von geschlechtsbezogener Gewalt bis zu drei Jahre beurlauben zu lassen und den Anspruch auf die Stelle zu behalten, neben anderen, fallspezifischen Ansprüchen.

Der Rahmenvertrag sieht außerdem für höchstens 2 Tage pro Woche 10 Stunden Arbeit vor. Er führt das „Abfeiern“ von Stundenguthaben in vollen Tagen ein, wenn das Guthaben mindestens 12 Stunden beträgt. Er sieht auch die Einrichtung eines Zeiterfassungssystems vor und legt fest, dass die Aufteilung in Zeitblöcke mindestens 5 Stunden umfassen muss. Ferner werden für die Mitarbeitenden im Logistikbereich mindestens 7 freie Wochenenden pro Jahr sowie Jahrespläne für ihre Arbeitszeiten festgelegt.

Gleichstellungsplan: „Gleicher Lohn für gleiche Verantwortung“

Mercadona hat mit den Gewerkschaftsvertretern außerdem den Gleichstellungsplan vereinbart. Er bekräftigt den Handlungsrahmen zur Förderung der Chancengleichheit und verstärkt die mit dem vorherigen Plan erreichten Erfolge. So entfielen 2017 beispielsweise 47 % der Beförderungen in Leitungspositionen auf Frauen. Oder die Tatsache, dass die Gleichstellung ein unabdingbarer Wert im Konzept des Unternehmen ist, der seit 1997 bereichsübergreifend den Grundsatz anwendet: „Gleicher Lohn für gleiche Verantwortung“. 

Seit 1993, als Mercadona mit der Einführung seines Total-Quality-Konzepts begann, hat das Unternehmen nicht nur die Gleichstellung von Frauen und Männern bei Einstellung, Fortbildung und Beförderung verstärkt, sondern auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessert. Dies wurde durch den Gleichstellungsausschuss festgestellt, der während der Laufzeit des früheren Plans geschaffen wurde.

Paritätische Beobachtungsstelle für mehr Flexibilität und Effizienz

Die Gewerkschaften und Mercadona haben außerdem die Schaffung einer paritätisch besetzten Beobachtungsstelle vereinbart. In ihr sind alle Vertragspartner vertreten. Sie soll dem Unternehmen mehr Flexibilität und Effizienz bei der Einführung von Verbesserungen bei den Arbeitszeiten und ihre Verteilung verschaffen. In diesem Sinne wird die Beobachtungsstelle rechtzeitig über neue Projekte informiert, deren Umsetzung Mercadona plant. Dadurch kann die Stelle bereits im Voraus Empfehlungen im Zusammenhang mit der Berufsgruppeneinstufung, die Arbeitszeiten oder ihre Verteilung einbringen.

Ana Micó Maestre, Beauftragte der landesweiten Gewerkschaft für Handel FeSMC-UGT, hat betont, dass mit dem Abschluss dieses Tarifvertrags „viele langjährige Forderungen der Mitarbeitenden von Mercadona und natürlich der UGT erfüllt werden. Reale und tatsächliche Gehaltserhöhungen für die gesamte Belegschaft gemäß der Preisentwicklung ohne Auf- und Anrechnung, Verbesserungen in den Grundsätzen für die Vereinbarkeit von Beruf, persönlichen Interessen und Familie, bei bezahltem und unbezahltem Urlaub, Verbesserungen in der Logistik usw. haben während der Verhandlung dieses Tarifvertrags schrittweise an Wert gewonnen. Ferner müssen auch andere Aspekte positiv bewertet werden, die Eingang in den neuen Tarifvertrag gefunden haben und die schrittweise Umsetzung weiterer Verbesserungen bei Arbeitszeiten und ihrer Verteilung ermöglichen. Sie werden es den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ermöglichen, von der Verteilung ihrer Arbeitszeiten zu profitieren, indem sie Arbeits- und Ruhezeiten optimieren. Dazu wurde eine Beobachtungsstelle geschaffen, in der wir aktiv mitarbeiten werden. Wir werden dort Forderungen und Bedenken zu so wichtigen Themen wie die Verteilung der Arbeitszeiten und andere Themen untersuchen. Die Kolleginnen und Kollegen, die in dieser Verhandlung FeSMC-UGT vorbildlich im Geiste der Verantwortung und des Zusammenhalts vertreten haben, sind sich bei der Unterstützung der Neufassung bewusst, dass Tarifverträge stets als Ganzes zu sehen und zu bewerten sind. Sie sind vollkommen überzeugt, dass sie die Einhaltung überwachen werden, damit die bei Mercadona beschäftigten Menschen sich über immer bessere Arbeits- und Sozialbedingungen freuen können.“

Jose María Martínez, Generalsekretär des Dienstleistungsverbands von CCOO, beurteilt diesen Tarifvertrag seinerseits als „ein Werkzeug, um die Herausforderungen zu meistern, mit denen sich der Handel konfrontiert sieht und die sich natürlich auch bei Mercadona niederschlagen. Denn er gibt den Gewerkschaften die Gelegenheit, sich hinsichtlich ihrer Folgen für die Arbeitsbedingungen in neu umzusetzende Projekte einzubringen. Im Rahmen dieses Tarifvertrags ist die Einrichtung einer kontrollierten Untersuchung der Arbeitszeiten und der Berufsstufen möglich. Besondere Bedeutung hat die Einführung von Verbesserungen bei sozialen und Gehaltsaspekten. Gerade diese letztgenannte Verbesserung in Gestalt von realen Gehaltssteigerungen für die gesamte Mercadona-Belegschaft ist eine der bedeutendsten in der Geschichte dieses Tarifvertrags.“

Laut Jesús Yelo, Arbeitsdirektor bei Mercadona, „sind wir überzeugt, dass wir mit diesem Tarifvertrag, der eine Laufzeit von 5 Jahren vorsieht, die Fundamente für ein Arbeitsmodell im Sinne der gesellschaftlichen Verantwortung ausbauen. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind die Grundlage für den Erfolg und das Wachstum des Unternehmens. Durch das unter sozialen und Gleichstellungsaspekten verbesserte Angebot stellen wir sicher, dass die Menschen sich bei Mercadona wohl fühlen und sich 100 % engagieren, damit ein nachhaltiges Wachstum gewährleistet ist und unter den fünf Interessengruppen des Unternehmens verteilt werden kann: den Chefs (wie wir die Kunden intern bezeichnen), den Mitarbeitenden, den Lieferanten, der Gesellschaft und den Kapitalgebern.

Mercadona und die Gewerkschaften schließen neuen Tarifvertrag

Bild oben: Miguel Ángel Cilleros, Generalsekretär des Verbunds Dienstleistungen, Mobilität und Verbraucher der UGT; José María Martínez, Generalsekretär des Dienstleistungsverbunds der CCOO; Daniel Blasco, Generaldirektor Personalwesen, und Héctor Hernández, Generaldirektor Rechtswesen, Organisation und „Marina de Empresas“ von Mercadona, sowie weitere Vertreter der Gewerkschaften und des Unternehmens im Centro de Coinnovación del Jarro in Paterna, València​.